11. März – 15. März 2026
jeweils 13:00 – 18:00 Uhr
Die Vernissage findet am 8. März 2026 – dem Internationalen feministischen Kampftag – um 15:00 Uhr statt und wird von Livemusik begleitet.
Während der gesamten Laufzeit wird es Aktionen, Pop-Up-Diskurse, Workshops und Raum für eigene kreative Arbeiten geben – alle sind eingeladen.
Die female art brandenburg (fab) ist ein neues Ausstellungs- und Laborformat für zeitgenössische Kunst von Künstler:innen* mit Bezug zu Brandenburg an der Havel. Entstanden ist sie im Kontext der jährlich im März stattfindenden Frauenwochen und ausgehend vom thematischen Aufruf des Frauenpolitischen Rats Land Brandenburg e. V., der 2026 unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ steht.
Dieses Jahresthema wurde bewusst weitergedacht und künstlerisch „aufgeladen“: Die fab versteht sich als Experimentierraum, als erster Schritt zur Etablierung eines Formats, das Räume erweitert, Sichtbarkeit schafft, Austausch ermöglicht und unterschiedliche feministische Perspektiven und künstlerische Ansätze zusammenbringt.
Aus einem Open Call wurden 14 Künstler:innen* unterschiedlicher Generationen ausgewählt. Der Großteil lebt in Brandenburg an der Havel, weitere kommen aus dem Land Brandenburg. Für einige ist die fab eine bereits etablierte Ausstellungserfahrung, für andere die erste größere Präsentation ihrer Arbeiten im Kontext einer Kunsthalle.
Die Künstlerinnen (in alphabetischer Reihenfolge)
Melanie Ballerstein, Julia Burmeister, Martha Darmus, Jana Debrodt, Stephanie Drömer, Flora C. Maaß, Dorotha Heinze-Loose, Corinne Holthuizen-Habermann, Constanze Kreiser, Steffi Moebius, Ina Pankin, Simone Poser, Franziska Schwarz und Angelika Tutka.
Im Zentrum der fab stehen Wut, Bewegung und feministische Perspektiven – verstanden in einem weiten Sinn: körperlich, emotional, biografisch, sozial und politisch. Die Ausstellung zeigt, dass es nicht die eine weibliche Wut gibt, sondern viele Formen, Ursachen und Ausdrucksweisen.
Verhandelt werden unter anderem Grenzverletzungen, Unsichtbarkeit, Überforderung, normative Erwartungen an Körper und Rollen, strukturelle Ungleichheiten sowie Ohnmacht gegenüber gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen. Die Wut richtet sich dabei weniger gegen Einzelne als gegen Systeme und Routinen, die Ausgrenzung und Erschöpfung produzieren.
Gezeigt werden Arbeiten aus unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen – von Malerei, Installation und Fotografie bis hin zu Textilkunst, Zeichnung und partizipativen Formaten. In ihrer Zusammenschau eröffnen sie Erfahrungs- und Möglichkeitsräume, die Vielfalt, Tiefe und Ambivalenz weiblicher Wut sichtbar machen, ohne sie zu vereinfachen.
FLINTA*-Personen sind Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen.
WORKSHOPS
Ergänzt wird die Ausstellung durch drei Workshops:
- Textilworkshop „ Frauenbilder“ mit Angelika Hirschmüller am 11.3.2026 von 17 bis 19 Uhr (keine Anmeldung erforderlich)
- Sprechworkshop „Stimmstark und präsent“ mit der Sprechwissenschaftlerin Christel Tietge am 14.03.2026 von 13 bis 16 Uhr (Anmeldung unter tietge@professionell-sprechen.com)
- Tanzworkshop „Wagemutig Wut wagen“ mit Bettina Engel am 15.03.2026 von 14 bis 18 Uhr (Anmeldung unter tanzreisen@bettinaengel.de)
Unterstützt wird die fab von der Kuratorin Birte Fritsch.
gefördert durch
