KUNST TROTZDEM MACHEN: Die Kunsthalle Brennabor schließt – die Kunst bleibt

Brandenburg an der Havel, Oktober 2026

Die Kunsthalle Brennabor wird geschlossen.

Nach 24 Jahren schließt die Kunsthalle Brennabor zum Jahresende dauerhaft. Damit verliert Brandenburg an der Havel einen besonderen Ort für professionelle zeitgenössische Kunst – und die westliche Region des Landes Brandenburgs einen wichtigen Ausstellungsort.

Der im Jahr 2016 gegründete Freundeskreis der Kunsthalle Brennabor e. V. wird die Arbeit für die Kunst dennoch fortsetzen. Mit dem Ende des Ortes endet nicht das Engagement der Vereinsmitglieder.

Die Kunsthalle präsentierte in den vergangenen Jahren professionell kuratierte Ausstellungen regionaler, nationaler und internationaler Künstler:innen. Sie war Ort für gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen, Begegnung und kulturelle Teilhabe und über die Stadtgrenzen hinaus mit der Kunst- und Kulturlandschaft Brandenburgs vernetzt.

Die Schließung ist Folge veränderter finanzieller Rahmenbedingungen: Nach 25 Jahren endet die Zweckbindung an das europäische Förderprogramm URBAN, und ab 2027 werden Mietzahlungen fällig. Eine dauerhafte Finanzierung des bisherigen Standortes konnte unter diesen Bedingungen nicht gesichert werden.

„KUNST TROTZDEM MACHEN“ war das sichtbare Motto des Vereins beim diesjährigen Havelsommer. Nun wird daraus das Programm für die Zukunft.

Der Verein will auch künftig professionelle zeitgenössische Kunst zeigen, Künstler:innen fördern und gesellschaftlich relevante Themen durch Kunst sichtbar und diskutierbar machen. Die Grundlagen sind gelegt: zehn Jahre Erfahrung im Ausstellungsmanagement, gewachsene Netzwerke und umfangreiches ehrenamtliches Engagement.

Für eine Übergangszeit sind dafür wechselnde Ausstellungsorte und neue Kooperationen geplant. Mittelfristig soll jedoch wieder ein dauerhafter Ort für zeitgenössische Kunst entstehen.

Für die Entwicklung eines neuen und dauerhaften Ortes braucht der Verein, braucht die Stadtgesellschaft die Unterstützung von Verwaltung und Politik der Stadt Brandenburg an der Havel sowie von weiteren Partner:innen. Ein neuer Standort soll nicht lediglich Ersatz für die Kunsthalle Brennabor sein, sondern eine neue Perspektive für zeitgenössische Kunst und kulturelle Entwicklung in der Stadt und der Region eröffnen.

Die Kunsthalle schließt. Die Kunst bleibt.
KUNST TROTZDEM MACHEN.