20.10.2017 – 01.12.2017 – NIQ NANU DAAH – Schnee_TREIBEN

NIQ NANU DAAH

‚Sense of Snow – Schnee-TREIBEN‘

Niq ist die unbekannte unter den gewichtigen Künstlerpersönlichkeiten zwischen Los Angeles und Berlin. Ihren bürgerlichen Namen kennt niemand. Fotos von ihr existieren nicht. Rätselraten bringt nichts, Nachforschungen laufen ins Leere. Es konnte immerhin recherchiert werden, dass die Frau (das ist verbürgt) als Regisseurin/Produzentin multimedialer Bühnenereignisse über den halben Globus in sechzehn Ländern ein Millionenpublikum verführen und begeistern konnte. Das war einmal. Seit fast zehn Jahren stehen Malerei und Fotografie im Mittelpunkt ihres kreativen Treibens. Zauberhafte Ausstellungen u.a. in Los Angeles, Miami, Berlin, Marrakesch, Dresden, Singapur zeugen davon.

Niq Nanu Daah hat sich nach Jahren im bühnenkünstlerischen Getriebe Puttygen download for windows 7 64 bit , damals Hunderte Künstler und Techniker anleitend, in die Abgeschiedenheit ihrer Ateliers zurückgezogen. Bruch, Wechsel, Wagnis. Sie ist – wen wundert´s – an-, besser: weitergekommen. In der Welt. Nach wie vor ist sie Senderin, Empfängerin, Netzwerkerin. Rückzug ist nicht Austritt. Schweigen, Verstummen gehören nicht zum Programm. Sie führt ihre Arbeit fort: Weltenerschafferin, Welteninterpretin. Macht Bilder. Große. Vielfarbige. Schöne. Monochrome. Traumhafte. Aufregende und Verführerische sowieso.

Die vorliegende Werkserie ‚Sense of Snow – Schnee-TREIBEN‘ belegt Niqs Besonderheiten. Schnee macht Sinn(lich) und bietet Geborgenheit, denn selbst wenn er in Bewegung gerät, wird „alles still, ruhig, alles verschwindet unter ihm. Und alles wird durch ihn neu geboren. So ist er eine Projektionsfläche oder bietet eine innere Reinigung.“ (Martin Roussel) „Die Reinheit und das intensive Weiß von Schnee, gepaart mit dem Gefühl von Einsamkeit, das einen zutiefst ergreift, hat mich schon immer fasziniert und mich zum Träumen verführt, Farbe in diese Mischung zu werfen.“ (Niq) Na klar: „Der Schnee ist eine erlogene Reinlichkeit“ (Johann Wolfgang von Goethe). Und „Weiß existiert in der Natur nicht“. (Auguste Renoir) Aber Niq weiß (sic!) der Forderung des Meisters Renoir stets zu folgen: „Euer Himmel ist blau. Dieses Blau sollte auf dem Schnee erscheinen.“ Schließlich „nimmt der Schnee ja allen Lärm warm in einen Arm, er bildet an sich ein Haus, worin es still hergeht.“ (Robert Walser).

Schier endlos mutet die europäische, von Niq fortgeführte und verwandelte Traditionslinie bildkünstlerischer Auseinandersetzungen mit Schnee und Gestöber an. Bereits Pieter Bruegel d.Ä. ließ sich 1567 vom Treiben des Schnees anregen, sogar die Anbetung der Heiligen Drei Könige in ein winterliches, vom Schnee verwehtes flämisches Dorf zu verlegen. Caspar David Friedrich, Ernst Ludwig Kirchner und so viele mehr wussten und übersetzten, wovon Dichter sangen: „Reiner weißer Schnee, oh schneie, … dass die Seele uns gedeihe, still und kühl in Wintersruh!“ (Gottfried Keller), „Stilles Einsamwandern macht, dass ich nach dir leide… Eine weiße Flockennacht flüstert um uns beide…“ (Christian Morgenstern)

Auf eine weiße Leinwand weiße Pracht zu zaubern, damit sich Farben mischen, Feuer brennen, Gefühle gedeihen, Stille einkehrt, ist mutig und herausfordernd, befreiend und aufwühlend. Für Niq Nanu Daah ohnehin, für den Betrachter erst recht. Hoffen wir, dass Niq und viele Künstler nach ihr sich auch zukünftig dem Treiben des Schnees hingeben können und nicht aus der Erinnerung malen müssen.

Impressionen

 

Aufbau

 

Vernissage

Finissage

„Da haben sich ZWEI nie gesucht aber trotzdem gefunden!“

oder

„Was passiert, wenn zwei Galaxien aufeinanderprallen?“

Kollidierende Galaxien bewegen sich – anders als zusammenstoßende Autos – im Prinzip durcheinander hindurch. Direkte Zusammenstöße von Sternen kommen dabei eher nicht vor. Die Schwerkraft fesselt die Galaxien  jedoch aneinander und vereint die Sternensysteme schließlich.

Anders als die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße, die sich in vier Milliarden Jahren zunächst gegenseitig durchqueren und nach weiteren zwei Milliarden Jahren erneut treffen, um zu einer elliptischen Großgalaxie zu verschmelzen, wird sich der Fixstern Ninada (Niq Nanu Daah) bereits am

Dezember 2017 um 18.00 Uhr MEZ

mit der von Steffan Drotleff (intergalaktischer Oberförster) gehegten Wandersonne Juthebra (Jugendtheater des Brandenburger Theaters) vereinen.

Die wollen das!

Das soll so sein!

In Brandenburg an der Havel!

In der Kunsthalle Brennabor!

(Wo sonst?!)

Welten (des Theaters und der Bildenden Kunst), also Sonnen, Galaxien, Nebel und Schneestürme treffen aufeinander und werden danach – wie unser Sonnensystem in Milliarden Jahren – völlig andere Plätze im Zentrum einer neuen, verschmolzenen Galaxie einnehmen.

Größer! Bewegter! Besser! Lebendiger! Reicher! Heißer!

Ein interstellares Spektakel ohnegleichen.

Eine atemberaubende Sensation.

Und SIE können das live und in Farbe miterleben.

Das dürfen Sie nicht versäumen!

Juthebra besteht aus 13 Jugendlichen – zwischen 15 und 24 Jahre alt – aus drei Nationen, die sich im other space (= Kunsthalle Brennabor) gezielt mit dem aus zweiunddreißig wild bewegten Werken zusammengesetzten Leitstern Ninada verclustern werden: Niqabor!

Kommen Sie!

Pünktlich!

Die Malerin Niq Nanu Daah und das Jugendtheater des Brandenburger Theater garantieren Ihnen ein Erlebnis von plasmischen fünfzehn Minuten, das Sie nicht vergessen werden, das Ihr Leben bereichern und in völlig neue Umlaufbahnen katapultieren wird.

Damit nicht genug: Im Rahmen eines dieser interplanetaren Induktion angemessenen Nachspiels wird abgespaltenes pures Gold – also ein von Niq Nanu Daah höchst selbst geschaffenes Bild – meistbietend versteigert, der Erlös ohne Abzüge Juthebra zur Unterstützung der Neokolonisation übereignet. So problemlos und heiter konnten Sie sich noch nie in Besitz einer echten Sternschnuppe bringen.

Wir freuen uns auf SIE!